Mrz 28

Sources and Methods-Beitrag zu WikisAugust Jackson weist in einem Beitrag auf dem neuen Ning-Portal zum Thema Competitive intelligence auf einen lesenswerten Beitrag hin, der sich sehr ausführlich mit dem Wie und dem Warum des Einsatzes von Wikis in der Konkurrenzanalyse beschäftigt. Unter dem langen Titel A Wiki Is Like A Room And Other Lessons Learned From 15 Wiki-based, Open Source, Intelligence Analysis Project findet sich die Zusammenfassung eines studentischen Projektes beim Mercyhurst College - Ergebnis:

A wiki is just another tool used to conduct this analysis. To talk about “wiki-based” analysis, in this context, makes about as much sense as talking about “Microsoft Word-based” analysis. In other ways, the differences are significant. Analysts are massively and consistently more productive using a wiki. The reduction in “transaction costs”, while modest in individual terms, quickly add up giving the teams more time to spend analyzing the data and less time spent sorting it our or sending it around to other team members. This results in better, more nuanced, analysis no matter how difficult the problem or how successful the team ultimately is in examining the topic under discussion.

Das widerspricht der Skepsis, mit der andere über dieses Tool urteilen, klingt aber insgesamt überzeugend.

written by Andreas Romppel

Feb 25

RivalmapDie Beobachtung von Wettbewerbern ist sinnlos, überflüssig oder sogar schädlich - diese Vorurteile liest man regelmäßig, so auch in der Techcrunch-Diskussion anlässlich der Vorstellung des neuen CI-Systems RivalMap. Hauptkritik: man laufe den Konkurrenten nur hinterher und verliere den Fokus auf die eigenen Produkte bzw. Kunden. Ganz blind möchte man trotzdem nicht durch die Welt rennen, und so werden Praktikanten oder Studenten für eine beschäftigungstherapeutisch sinnvolle Grabpflege auf den unternehmensinternen Datenfriedhof geschickt. Dort befinden sich jede Menge in Stein gemeißelte (also schon publizierte) und blumengeschmückte (also PR-technisch frisierte) Basisinformationen, deren Hauptfunktion von symbolischem Charakter ist: Ja, wir behalten unsere Mitbewerber im Auge, aber erst, wenn sie uns nicht mehr überraschen können.

CompetitiousEine sehr knappe, aber sehr präzise Antwort auf dieses Vorurteil hat in der oben genannten Diskussion Kris Rasmussen (der Gründer von RivalSoft hat mit Competitious und RivalMap zwei sehr interessante, webbasierte Lösungen für die Verwaltung von Wettbewerberinformationen auf den Markt gebracht):

“Competitor analysis isn’t about obsessing over who is better or worse than you, it’s about learning more about your market, recognizing ways to differentiate yourself, and serving your customers better.” Besser lässt sich Sinn und Zweck eines CI-Systems in dieser Kürze kaum beschreiben.

Jenseits des Datenfriedhofs gibt es verschiedene Möglichkeiten, wettbewerbsrelevante Informationen zu tracken, zu analysieren und zu bewerten - wer den Thread weiter verfolgt, profitiert von ein paar Einsichten bezüglich der Nutzung von Wikis in diesem Zusammenhang. Die stammen zugegebenermaßen von einem der Beta-Tester von RivalMap - macht aber nix.

ConfluenceHier ein paar Auszüge (Hervorhebungen von mir): “We began an organic collaborative CI effort using a wiki (Confluence) but in my company (very large company), non-technical users found the wiki too difficult to use, for starters, and part of our goal has been to extract even small nuggets of CI from many parts of the company. For me, the raw wiki did not provide the kind of flexibility we needed to execute to our CI vision and needs and we fortunately stumbled upon RivalMap… [which] is the best tool of its kind that we found — and we hired a consultant that for two months evaluated many options — that did not require us to invest in an expensive business intelligence system and the accompanying customization and integration […] A key challenge in any collaborative intel effort is getting the right folks to contribute and comment on new bits of intel — RivalMap has a daily email digest that is distributed to our execs which allows them to passively read updates that the team makes, and then allows them to sign in and make further comments or ask questions when a topic comes online that is of interest or concern — far more effective than email and an excellent tool for folks across functions and geographies. […] and for us anyway, this has actually delivered tangible results in terms of responding to new threats more quickly and more effectively.

Trotzdem - und dieser Hinweis ist gut und wichtig: “If you are skeptical about how effective a tool like this can be for your organization — you’re skepticism is to some degree warranted as this tool alone won’t solve all your CI problems, however in conjunction with competent CI leadership internally” geht’s dann doch.

written by Andreas Romppel

Jan 25

audioclipping.deDie Metasuchmaschine MetaGer der Universität Hannover greift seit knapp einem Jahr auf die Suchergebnisse von “AudioClipping“, einem Angebot der Firma Com Vision. Die Technologie findet gesprochene Worte innerhalb großer Mengen von Audiodaten aus Radioprogrammen oder Archiven.

Zur Zeit werden bundesweit 74 öffentlich-rechtliche und private Radiosender permanent beobachtet, ein regionaler Schwerpunkt liegt auf den Regionen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Die Konditionen weichen nicht wesentlich von denen herkömmlicher Clipping-Dienste ab.

written by Andreas Romppel

Jan 22

RivalmapRalf Amann, Mitglied der CI-Gruppe bei XING, hat auf ein neues Angebot hingewiesen, das Web 2.0-Technologien für die Beobachtung von Wettbewerbern nutzt (danke für den Tipp!). Unter der Domain http://www.rivalmap.com/ kann man sich kostenlos einloggen, um das System zu testen. Mit Webspace, SSL-Verschlüsselung und mehr Usern kostet es zwischen 49 und 199 Dollar pro Monat - und ist monatlich kündbar.  Die Einbindung von RSS-Feeds und Alexa-Statistiken scheinen mir bei Competitious besser gelöst, ansonsten auf den ersten Blick eine sehr brauchbare Anwendung.

written by Andreas Romppel

Sep 12

www.spactor.comUnter der Webadresse www.spactor.com kann man sich anschauen, was inzwischen möglich ist im Bereich Audio- und Videoclippings: Stichwörter wie z.B. Namen von Wettbewerbern lassen sich in die googleesk schlichte Suchmaschine eingeben und ergeben extrem schnell Resultate von 75 deutschen Radio- und Fernsehsendern (mit Datum, Uhrzeit und Kanal), die man sich sensationellerweise auch noch anhören und anschauen kann. Dass das Ganze eine - beeindruckende - Werbeveranstaltung für den Betreiber mediaclipping.de ist, sieht man aber an der Handhabung, die für einen regelmäßigen und großflächigen Einsatz in dieser Form ungeeignet ist: ein Klick auf das entsprechende Icon der Fundstelle öffnet ein Pop-up-Fenster, in dem man zunächst einen Disclaimer bestätigen muss, um sich dann einen extrem kurzen Ausschnitt des Audiofiles anhören bzw. des Videomitschnitts ansehen zu können, der meist nicht einmal einen vollständigen Satz enthält. Aber: die Technik funktioniert, die Maschine erzeugt sehr schnelle und sehr umfangreiche Ergebnisse, und das auch noch extrem aktuell. Mein Testobjekt war der Begriff “Japan”, der in zwei Sekunden 9.949 Ergebnisse aus den letzten 30 Tagen produzierte, und die letzten Treffer (bei einem entsprechenden Suchbegriff) waren nur ein paar Minuten alt. Auch mit Eigennamen kommt die Maschine erstaunlich gut zurecht: “Hyundai” war kein Problem, nur beim Vornamen des noch amtierenden japanischen Ministerpräsidenten musste die Maschine passen. Bei mehr als 30 Suchvorgängen pro Stunde verweigert der Dienst aber. Unbedingt anschauen!

written by Andreas Romppel