Aug 22

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Wie die Financial Times gestern schrieb, entdecken jetzt auch die amerikanischen Geheimdienste den Nutzen von Social Communities und versuchen so etwas wie die Quadratur des Kreises. Im Dezember soll eine Website namens A-Space einem erweiterten Nutzerkreis zur Verfügung stehen - und folgt damit einer Reihe von Aktivitäten, die versuchen, die Vorteile des Web 2.0-typischen Austausches von Informationen in die Intelligence-Community zu übersetzen, ohne zuviel Schaden anzurichten:

The DNI has also built an internal collaborative site called Intellipedia, modelled on Wikipedia, the online encyclopedia. It has also created a version of http://del.icio.us, the social book-marking site, for members of the intelligence community. Another tool that has been developed is a national intelligence library, which can be accessed from A-Space.

Die Einwände gegen solche Initiativen liegen auf der Hand: das Risiko, zuviel Informationen preiszugeben, steigt. Gegenargument: in der Vergangenheit hat gerade nicht ein Zuviel, sondern ein Zuwenig an Austausch zwischen den Diensten zu schweren Versäumnissen und Fehlentscheidungen geführt.

Das scheint die Experimentierfreude gesteigert zu haben:

Thomas Fingar, the deputy director of national intelligence for analysis, believes the common workspace – a kind of “MySpace for analysts” – will generate better analysis by breaking down firewalls across the traditionally stove-piped intelligence community. He says the technology can also help process increasing amounts of information where the number of analysts is limited.

Nachdem die Zahl der durch staatliche Stellen gesammelten Informationen offenbar immer rasanter ansteigt (und dabei gravierende Veränderungen für demokratische und rechtsstaatliche Strukturen mit sich bringt), war es nur eine Frage der Zeit, dass sich die auch auf der Analyseseite etwas ändern musste. Ich bin gespannt, ob wir demnächst Success stories aus diesem Bereich zu hören bekommen.

written by Andreas Romppel

Feb 05

Und noch ein kurzes Hinweis: unter http://masterplanthemovie.com kann man auf höchst unterhaltsame und lehrreiche Weise noch mal schnell das Fürchten lernen, was die aktuelle und die kommende Macht von Google angeht…

written by Andreas Romppel

Sep 15

Die internationale Berufsvereinigung der Wettbewerbsforscher SCIP (Society of Competitive Intelligence Professionals) steht - wie so oft bei spektakulären Fällen - mal wieder vor der Herausforderung, eine klare Trennunglinie zwischen der ethisch einwandfreien Recherche und Analyse durch CI-Experten und kriminellen Methoden der Wirtschaftsspionage zu ziehen. Wie der neueste SCIP-Newsletter berichtet, hatte SCIP-Executive Director Alex Graham anlässlich der HP-Affäre alle Hände voll zu tun, Journalistenanfragen zu beantworten - mit Erfolg, wie sich an diversen Artikeln in amerikanischen Tageszeitungen zeigt (siehe unten).

“Once again, a misunderstanding of competitive intelligence has drawn attention to the profession as a whole,” Graham explains. “The bright side is that it brings reporters to our door, giving us the opportunity to educate and clarify exactly what CI is and how it differs from deceptive practices under scrutiny in the HP story.”

In diesem Zusammenhang weist Graham auch auf die neue Ausgabe des Buches der CI-Foundation mit dem Titel “Competitive Intelligence: Navigating the Gray Zone” hin.

Washington Post (9/9): “When a Stranger Calls, Beware of The Pretext”

Washington Post (9/9): “Tension Escalates Over HP Scandal; Board Calls Emergency Meeting Sunday”

New York Times (9/11): “An Industry Is Based on a Simple Masquerade”

San Francisco Chronicle (9/12): “Spying: Business as usual; Subterfuge seen as a gray area in world of corporate snooping”


written by Andreas Romppel