CI für Business Development - das Herbstseminar Boeing, Airbus und die Ethik in der Konkurrenzanalyse
Dez 03

KfW-MeldungWie schützen sich kleine und mittlere Unternehmen vor ihrer Konkurrenz? Die Meldung ist zwar schon ein paar Tage alt, aber ich bin erst letzte Woche bei der Lektüre der neuesten Impulse-Ausgabe darauf gestoßen: 44% aller KMU halten den Zeitvorsprung vor Konkurrenten für den wichtigsten Schutzfaktor. Eine bessere Steilvorlage kann sich die kleine Gemeinde der Competitive Intelligence-Experten kaum wünschen, denn genau dies ist schließlich einer der wesentlichen Effekte einer systematischen und professionellen Konkurrenzanalyse.

Eine Auswertung der KfW Mittelstandsbank ergab, dass KMU viel lieber “strategische Schutzmechanismen” als rechtliche Instrumente nutzen, wenn es darum geht, Wettbewerber auf Abstand zu halten bzw. ihre Innovationen zu schützen. Die KfW befragt über ihr Mittelstandspanel etwa 10.000 kleine und mittlere Unternehmen (bis zu 500 Mio. EUR) regelmäßig.

Zu “strategischen Schutzmaßnahmen” zählt die KfW Zeitvorsprünge vor den Mitbewerbern (mit den erwähnten 44%), die Geheimhaltung relevanter Informationen (27%) sowie die langfristige Bindung des Personals (24%). Dagegen seien “rechtliche Instrumente wie Patente, Gebrauchsmuster, Schutzmarken oder Urheberrechte” nur für 28% der Unternehmen bedeutsam. Aber auch diese würden strategische Schutzmechanismen “wertschätzen”. Rund ein Drittel der befragten Unternehmen gibt laut KfW an, dass ein Schutz vor Nachahmung nicht möglich sei bzw. für ihr Unternehmen keine Rolle spiele.

Zeitvorsprung durch Konkurrenzanalyse - das muss weder teuer noch besonders zeitaufwändig sein. Schon wenige, wohlüberlegte Maßnahmen führen dazu, auf Basis wettbewerbsrelevanter Hintergrundinformationen schneller als die anderen zu werden. Man muss es nur machen.

written by Andreas Romppel

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