Wieder mal ein schönes Beispiel dafür, dass Position und Positionierung nichts miteinander zu tun haben müssen: Spreadshirt ist gar kein Web 2.0-Unternehmen. Sagt Gründer Lukasz Gadowski selber. Und liefert dankenswerterweise gleich die Story dazu:

Wie auch immer, irgendwann einmal im März oder April 2006 war ich bei der Zeitschrift ‘Karriere‘ zu Gast. Es war ein PR Gespräch ohne besonderen Grund, welches mir unsere damalige PR Agentur (Faktor3) besorgt hatte. Leicht übernächstigt habe ich Peter mindestens eine Stunde Lang begeistert über mit Web2.0, ähm, zugetextet. Peter brachte es in die Karriere Redaktionskonferenz. Nicht sehr viel lange später war es eine Titelstory, in welcher ich als die Ikone des Web2.0 (oder so ähnlich) bezeichnet wurde. Juhuu. Meines Wissens war das auch die erste Titelstory einer größeren deutschen Zeitschrift zum Thema web2.0. Ziemlich gut getimed, denn kurze Zeit später war der SinnerSchrader Kongress und das Thema erhielt immer mehr Aufmerksamkeit. Platt ausgedrückt schreiben Journalisten zwar vielleicht nicht voneinander ab, aber eben voneinander um (wer will es ihnen verübeln? Bei entsprechendem Kostendruck muss man eben effizient recherchieren…). Und einmal im Sog, gibt es kein Entrinnen…
Wie man nicht nur das kleine, sondern auch das große Einmaleins der kreativen PR dekonstruiert und dies in einer systematischen Wettbewerbsanalyse umsetzt - dazu gibt’s in meinem Buch mehr…