Zwischendurch dachte man, mit dem Sterben der klassischen Röhrenmonitore sei auch die Gefahr der elektromagnetischen Abstrahlung und damit des Mitlesens durch neugierige Nachbarn und Wettbewerber gebannt. Dass dem mitnichten so ist, darauf weist Spiegel Online in einem Beitrag von Hilmar Schmundt hin:
“Kaum ein Computernutzer weiß, dass jeder Bildschirm wie eine Antenne wirkt und elektromagnetische Pulse ausstrahlt. Wer diese Abstrahlung mit einer Antenne aus der Luft fischt und am Computer wieder zusammenpuzzelt, kann den Spitzelfunk nutzen, um sich in Ruhe mit vertraulichen Daten berieseln zu lassen. Je nachdem wie viele störende Signale dazwischenfunken, könnte ein Bildschirmspion noch aus hundert Meter Entfernung durch die Scheiben eines Hochhausturms hindurch verfolgen, welche Firmenstrategie etwa ein Vorstandsvorsitzender gerade diktiert hat. Die Reichweite hängt dabei von vielen Faktoren ab, unter anderem von der Luftfeuchtigkeit.”
Inzwischen seien die Kosten einer solchen Bespitzelung auf wenige Tausend Euro gesunken - und damit das Spionagerisiko entsprechend gestiegen. Abhilfe schafft die Isolierung der Computer, die für etwa 1000 Euro pro Gerät zu haben ist.